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John_86
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BeitragVerfasst: 19.07.2008 - 13:19  Titel:  Assyrer: Eine Minderheit zwischen Völkermord, Angst und ... Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die Assyrer: Eine Minderheit zwischen Völkermord, Angst und Terrorismus

Wie kann es passieren, dass die Menschen die Zeichen der Geschichte nicht wahrnehmen, als Minderheiten stets gejagt, gefoltert und ermordet wurden?

Dies ist eine Frage, die jeden Menschen in unserer Welt betrifft. Islamisten, Christen, Buddhisten und alle anderen religiösen Gruppen. „Menschenrechte“ ist ein Wort, welches indirekt in jedem religiösen Glaubenssatz definiert ist, gleich, ob es die Bibel, der Koran oder ein anderes Werk ist.

Aber dies muss Anerkennung und Toleranz zwischen Majoritäten und Minoritäten bedeuten, ganz egal, welche Art der Religion sie ausüben (falls sie eine haben). Die Geschichte hat gezeigt, dass die Menschen nichts gelernt haben aus den grausamen Dingen, die in der menschlichen Vergangenheit geschehen sind, und all das Leid, das über die kam, die nicht nur einen sondern mehrere aus ihrer Familie verloren haben.

Wenn man die grausamen Taten betrachtet, die im Nord-Irak geschehen sind, ist es unglaublich, dass dies eine Erscheinung unserer heutigen Zeit ist:

„Ein 2 Monate altes Kind wurde entführt, enthauptet, geröstet und in einem Reisbett an die Eltern zurückgesandt.

Der 14 Jahre alte Ayad Tariq wurde enthauptet, weil er ein „dreckiger christlicher Sünder“ sei.

Ein 14 Jahre alter Junge wurde in Mossul, seiner Heimatstadt, gekreuzigt.

Pater Paulos Iskander wurde entführt, enthauptet und verstümmelt. Fünf Priester wurden entführt und freigelassen, nachdem Lösegeld bezahlt wurde. Fünf weitere Priester und drei Dekane von insgesamt zwölf wurden ermordet, sechs von diesen Morden ereigneten sich in Bagdad, sieben in Mossul.

52 Kirchen wurden seit Juni 2004 angegriffen oder bombardiert, 33 davon in Bagdad, 13 in Mossul, 5 in Kirkuk und 1 in Ramadi.

Schließlich wurden 13 junge Frauen entführt und vergewaltigt, was einige von ihnen zum Selbstmord trieb.

Studentinnen wurden in Basra und Mossul als Zielscheiben benutzt, weil sie keine Kopftücher trugen; einige von ihnen waren mit Säure im Gesicht bespritzt.

Politiker eines Dorfes in Mossul wurden davor gewarnt, Frauen an die Universitäten zu schicken.

Mahdi Army persönlich versandte einen Rundbrief, in dem er alle christlichen Frauen warnte, sie sollten sich ja verschleiern.

Al Khaida begab sich in die Nachbarschaft der Assyrer und begann Schutzgeldgelder zu sammeln und zu fordern, Frauen zur Zwangsverheiratung mit Moslems in die Moschee zu schicken.

Assyrische Geschäfte wurden beschossen. 95% der Spirituosengeschäfte wurden angegriffen, demoliert oder bombardiert. 500 assyrische Geschäfte im Markt von Dora (Bagdad) wurden in einer Nacht niedergebrannt.

Eigentum wurde im Norden von den Kurden und in Bagdad von den Shiiten beschlagnahmt.”


(Quelle: Bericht der Assyrischen Internationalen Nachrichtenagentur, von Peter BetBasoo, 20 Juni 2007)

Die Assyrer sind eine solche Minderheit in ihrem eigenen Land, aber niemand weiß genug über deren wirkliche Situation. Auf der einen Seite ignorieren die Menschen diese Gemeinschaft, weil sie keinen Einblick in die wirklich tödliche Problematik dieser Minderheitsgruppe haben aufgrund der Entfernung dazu oder der mangelnden Vorstellung über die grausamen Geschehnisse und deren Ursprung, andererseits hinsichtlich der Herkunft dieser Flüchtlinge, wenn diese nach Europa kommen. Die meisten Menschen, die es ablehnen, Einzelheiten über die Leiden der assyrischen Flüchtlinge zu erfahren, sollten häufig mit detaillierten Fragen konfrontiert werden: "Haben die Menschen ihren Ursprung vergessen? Vergesst Ihr, dass wir alle Menschen sind? Dass diese Flüchtlinge die selben Wurzeln und das gleiche Blut haben? Was ist mit Euren eigenen Kindern, Schwestern und Brüdern, Eltern und all den anderen Mitgliedern Eurer Familien, wenn diese Grausamkeit und der Terrorismus Euch selbst betreffen würde? Wärt Ihr nicht auch dankbar für jede Hand und jede Hilfe, um beschützt zu werden?“

Anstatt diesen Minderheiten, wie den Assyrern, zu helfen, in ihrem Heimatland abgesichert und beschützt zu werden, ihre Gebiete, die durch Grausamkeit und Terrorismus seitens der Extremisten eingenommen wurden, wiederzuerlangen, existieren von einigen Politikern Vorschläge für eine Einwanderung, und dies nur für eine gewisse Zeit und nicht für immer. Ist das ein Weg, die Probleme der Assyrer zu lösen? Nein, denn sie werden sich immer fremd fühlen. Die meisten Assyrer würden gerne in ihre Heimatländer zurückkehren, doch gibt es dort keinen Weg in eine Zukunft, weder für ihre Kinder noch für sie selbst.

Diese Mittel sind eher dazu geeignet, Rassismus, Diskriminierung, Krieg zu schüren und nicht zuletzt: einen weiteren Völkermord, wie er im ersten Weltkrieg geschah. Und der Terror gegen die Assyrer und andere religiöse Gruppen durch islamistische Extremisten wird mehr und mehr wachsen, dies nicht nur im Nord-Irak, der Türkei oder Europa, sondern überall.

Die Geschichte hat gezeigt, dass Hass, Neid und Rache schlechte Ratgeber in einer Welt der Ignoranz gegen jede Form von Religion sind. Die Akzeptanz, an Gott oder Allah zu glauben, ohne diskriminiert, gefoltert oder getötet zu werden, sollte selbstverständlich sein. Und wenn man sich all die Botschaften der verschiedenen religiösen Lehren vor Augen hält, dann muss die Erhaltung der Diversität das erste Ziel der Weltbevölkerung sein. Sie muss alles daransetzen, das Vertrauen der Menschen wiederherzustellen, dass der Völkermord beendet ist und nicht fortgesetzt wird. Minderheiten besitzen das gleiche Blut wie die Majoritäten, und dies muss in die Köpfe und Herzen der Weltbevölkerung eingraviert werden.

Die internationalen Regierungen sind dafür verantwortlich es diesen Minderheiten zu ermöglichen, nicht von Extremisten angegriffen zu werden und in ihren Häusern leben zu können wie jeder in den sogenannten „zivilisierten Ländern“, und dies in ihren eigenen Heimatländern. Ohne Völkermord, Angst und Terrorismus.

Deshalb besteht eine dringende Notwendigkeit, eine Schutzzone für die Assyrer in allen Gebieten zu schaffen, wo sie beheimatet sind. Versprechungen wie „Menschenrechte“ und „Schutz“ dürfen sich nicht in leeren Worten erschöpfen!

Von Marianne Brückl

Quelle: http://pressemitteilung.ws/node/131313


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BeitragVerfasst: 19.07.2008 - 14:41  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

das thema gibts schon........

http://www.ajm-online.com/ftopic2875.html

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