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Raif Toma Newbie


Anmeldung: 10.11.2006 Beiträge: 33

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Ich habe das Thema Pan-Mesopotamismus, oder auch Assyrianism zwar in frühren Ausführungen abgehandelt, doch ich erkenne nun, dass eine ausführlichere Analyse dieses Themas notwenig ist.
Sicherlich ist es dabei auch notwendig, eine Analyse der verschiedenen Strömungen in der Nationalbewegung durchzuführen. Dies ist leider aufgrund des Umfangs innerhalb dieser Abhandlung nicht möglich. Deshalb möchte ich mich hier ausschließlich auf die Definition begrenzen, denn es kann sein, dass so ein Fremdbegriff, für viele Leser nicht, oder nur schwer definierbar verständlich ist, was durchaus das Lesen eines Artikels erschwert. Doch in dieser Zeit, in der sich Menschen oft über die Zugehörigkeit zu einer Nation definieren, ist die Notwendigkeit
größer denn je auch unseren Nationalismus fassbar zu machen. Aus diesem Grund, will ich ihn näher erläutern.
Selbst wenn die Nationalgesinnten, die Verfechter pan-mesopotamistischen Denkens und Intellektuelle der Nationalbewegung ein intuitives Verständnis dafür haben, fehlt oft eine adäquate Verbalisierung. Es wird versucht das Wesen der Bewegung des Assyrismus in eine Schublade zu legen, doch gelegentlich unpassend, da dieses, mehr ist als nur eine politische Bewegung unseres Volkes und auch mehr als eine
reine politische Ideologie darstellt. Denn genau das, ist das Gewand, das alleine sie oft nicht so anziehend machen würde??.
In dieser Abhandlung möchte ich meine Erkenntnisse, sowie die Erkenntnisse Anderer wiedergeben, die auch infolge der Anregungen des Diskurs zum Thema pan-mesopotamische Leitkultur, Leitwerte und Wertekonsens zustande kamen.
Der Terminus Pan-Mesopotamismus kann möglicherweise auch durch den „Pan“ und den „Ismus“ irritieren, doch ist er dann plausibel in seiner Bedeutung, wenn wir wissen, dass er eben ein National-Ismus1 ist, also eine patriotische Bewegung im christlich-mesopotamischen Sinne darstellt; Eine (allgemein)-gesellschaftliche Aufklärungsbewegung und Trägerin von Gedankenwerten, die stets in neuem Bemühen verwirklicht werden müssen, somit auch ein selbstverständliches Kollektivgefühl beinhaltet, das durch verschiedene Faktoren entsteht.
Doch diese Bewegung ist gewiss mehr als - zwar edle, jedoch vergängliche
emotionale nationale Gefühle, mit einer Hinwendung zur ostchristlichen Tradition; und gewiss auch mehr, als ein in sich wachsendes ideologisches Verständnis patriotischer Gedanken.
Der Pan-Mesopotamismus bildet den Hintergrund des politischen Denkens unserer Nationalbewegung 2.
Darin kommen verschiedene Strömungen, die sich gegebenenfalls auch als Teil eines nationalen Kampfes verstehen, zur Geltung sowie nonkonformistischer Gedankenwerte und gesellschaftliche Grundsätze, die sich oft ergänzen, doch manchmal kurioserweise auch gegenseitig ausgrenzen können.
Wir können ihn auch als eine, aus den Leiden entwickelte christlich-mesopotamische Bewegung zur Verbesserung unserer Gesellschaft und zur Bewahrung der nationalen Identität und der Traditionen, sowie eine ORIENTIERUNG zur besseren Gestaltung der Zukunft verstehen.
Diese Bewegung stellt keine institutionalisierte Verbandspolitik dar, sondern ist eher überparteiisch und Institutionstunabhängig, obgleich mit dem Ziel auch ein systematisches politisches Denken und ein fortgeschrittenes Nationaldenken zu erreichen. Dieses proklamierte schon immer die Einheit des Volkes, seine gemeinsame Kultur, Sprache, Geschichte, Leiden und Schicksal, trotz einer geteilten
kirchlichen Tradition.
Der Pan-Mesopotamismus beinhaltet ferner eine Entwicklung gesellschaftlicher Werte und Tugenden für die Errichtung einer besseren Gesellschaft und das Streben des Volkes nach Aufklärung, Freiheit, Gerechtigkeit, sowie Erlangung der nationalen Rechte und damit selbstverständlich nach nationaler Unabhängigkeit. In ihr drückt
sich die Weigerung vor der nahoststaatlichen Assimilation aus.
Zum Schluss möchte ich darauf hinweisen, dass ich die Bezeichnung Assyrismus oder Pan-Mesopotamismus als passend für diese Volksbewegung, bzw. für diesen Nationalismus im mesopotamischen Sinne, als Bewegung der Liebe sehe. Dieser Nationalismus, ist damit keine Angelegenheit der nationalen Elite, der Intellektuellen
und Gelehrten mehr, sondern ist in den Alltag der Menschen durchgedrungen. Sie gelangte jedoch noch nicht zu einer Massenbewegung. Die Frage stellt sich jedoch, ob sie dadurch nicht institutionalisiert wird?
Der Nationalismus im mesopotamischen Sinne kann von jedem genannt werden, wie (jeder von uns es) er es für richtig hält. Denn entscheidend ist nicht der Name, sondern was er zu bedeuten hat.... was jeder von uns auf seiner Art und Weise zum Wohle unseres Volkes, unserer Gesellschaft und unserer Heimat tut und wie er es sich dafür bemüht und demgemäß, was er sagt und wie er handelt.
Raif Toma
C21Toma@web.de
1 Ich habe das Thema in einem anderen Beitrag mit dem Titel „Patriotismus und Patriotismus im mesopotamischen Sinne“
behandelt
2 Dr. Joseph Jacob, in seinem Vortrag „die internationale Anerkennung des assyrischen Volkes“ in Södertalije/Schweden, am
06.12.1987 führt diesen nationalen geistigen Aufstieg noch auf das Jahr 1830 hin
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