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maryam* Newbie


Anmeldung: 23.02.2010 Beiträge: 4
Wohnort: bethnahrin

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Lied aus Nisibis entnommen aus Mosaike und Hymnen von Lothar Heiser
Betrachte, mein Sohn, wie gerecht die Erde ist, in die man legt
das entblößte Weizenkorn und den nackten Pflänzling;
mit Nahrung und Kleidern stattet die Erde beide aus.
Trauben, die sie nicht entlieh, erstattet sie, Kapital und Zinsen
gibt sie dem Winzer zurück. Wieviel mehr wird sie da ihrem Herrn
seine Saaten, für die er keine Zinsen verlangt, zurückgeben!
Die Erde, die Kriechtiere hervorbringt auf göttlichen Befehl,
die sogar Tiere mit schädlichen Stacheln hervorkriechen läßt-
wie sehr freut sie sich über ihren Sohn, daß er zum Leben erweckt wird,
da sie durch ihn erhoben wurde, als er gebildet ward,
da die Hand des Schöpfers ihren Staub ehrte
und unser Herr seinetwegen sich herabließ und auf ihr wandelte!
Der erbarmunslose Winter- wie ein Räuber
bricht er ein und das Gewand zieht er den Blumen aus.
Nackt betrübt er sie, wenn er ihre Kleider raubt.
In allem gleicht er dem Tod.
Der allerfreuende Frühling, das Symbol des Allbelebenden,
gibt das Kleid zurück den Blumen und den Bäumen.
Gräser und Wurzeln, Blumen und Blüten
erweckt er in ihrer Schönheit und trägt ihnen Farben auf.
der gütige Gott, der sich um die Blumen, die ihm kein Darlehen gaben,
kümmert in seiner Güte in allen diesen Dingen-
fern sei es seiner Gerechtigkeit, daß er beeinträchtigen sollte
die Leiber seiner Geliebten in der Herrlichkeit seiner Wiederkunft.
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AssyrianEyezzz Hero Member


Anmeldung: 15.08.2007 Beiträge: 628
Wohnort: Wolfenbüttel

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Sehr schön geschrieben
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